Ist es wirklich kostensparend sich einen PC selbst zusammenzubauen?

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Dürfte man die Frage, ob es günstiger ist, wenn man sich einen PC selbst zusammenbaut, nur mit Ja oder Nein beantworten, müsste die Antwort definitiv Ja lauten. Allerdings ist dies ein sehr komplexes Thema, das einer differenzierteren Herangehensweise bedarf. Ohnehin sollte sich diese Frage nur jemand stellen, der sich mit der Materie wirklich auskennt, da jedem klar sein sollte, dass unsachgemäßer Umgang mit teurer Hardware sehr schnell sehr kostspielig werden kann.

Warum es normalerweise günstiger ist, wenn man sich einen PC selbst zusammenbaut

Der selbst zusammengebaute PC ist schon daher günstiger, da im Kaufpreis eines Komplett-PCs die Kosten für den Zusammenbau eingerechnet sind. Darüber hinaus sind auch alle weiteren Ausgaben, die der Händler hat, zum Beispiel Kosten für Angestellte, die Ladenfläche, Strom und dergleichen mehr, enthalten. Diese Kosten sind gerade bei den vermeintlich günstigen Elektrodiscountern enorm. Darüber hinaus beinhaltet der Kaufpreis selbstverständlich auch den angestrebten Gewinn des Händlers.

Richtig günstig wird der Eigenbau-PC, wenn man weiß, wo man die benötigte Hardware preiswert beziehen kann. Aufgrund der besagten Zusatzkosten sollte man sich auch beim Kauf von Hardware den Weg zum Discounter sparen. Dessen Sortiment an Computerhardware wird ohnehin so limitiert sein, dass man sich nicht den gewünschten PC zusammenstellen kann. Daher sollte man lieber in ein Fachgeschäft gehen. Dort ist die Auswahl größer und die Preise zumeist angemessener. Noch günstiger kann man Hardware von Onlineshops beziehen, wobei man diese zunächst auf deren Seriosität hin prüfen sollte. Außerdem muss man bei Onlineshops normalerweise auf eine hilfreiche Beratung verzichten.

Individuelle Elemente

Einen PC selbst zusammenzubauen ist aber nicht nur in finanzieller Hinsicht günstig. Es ist auch im Sinne von „vorteilhaft“ günstig. Der Hauptvorteil ist der, dass man den PC genau auf seine geplanten Einsatzbereiche hin zusammenbauen kann. So integriert man in seinen PC den Prozessor und die Grafikkarte, die die Leistung bieten, die man benötigt. Gleiches gilt auch für die Menge des Arbeitsspeichers und dessen eigentliche Geschwindigkeit sowie für die Kapazität der Festplatte beziehungsweise Festplatten. Ferner kann man den eigenen PC besonders energieeffizient und leise machen. Dadurch kann man sich sicher sein, dass der PC alle Erwartungen erfüllt und man nicht für mehr Leistung als man benötigt oder für Komponenten, die man nicht möchte, die aber im Komplett-PC eingebaut sind, bezahlen muss.

Ein weiterer Vorteil ist zweifellos der, dass man genau weiß, welche Komponenten im PC verbaut wurden. Leider werden Komplett-PCs sehr häufig mit ihren hochwertigen Prozessoren und leistungsstarken Grafikkarten namhafter Hersteller beworben, aber über die Qualität der übrigen Komponenten erfährt man wenig. Dabei werden die vermeintlich günstigen Preise zu oft erst durch die Verwendung minderwertiger Hardware, beispielsweise Netzteilen mit miserabler Energieeffizienz oder zweitklassigen Mainboards, ermöglicht.

Wann ein Komplett-PC günstiger sein kann

Wenn man nicht unbedingt die neuste Hardware braucht, kann man einen Komplett-PC, der den eigenen Vorstellungen entspricht, günstig kaufen, wenn aktuellere Computer herauskommen und die Geschäfte ihre veralteten Rechner schnellstmöglich verkaufen wollen und diese daher günstig anbieten.

Ebenfalls kann ein Komplett-PC günstiger sein, wenn man ihn von einem sogenannten Systembuilder, der Hardware aufgrund seiner Einkaufspreise günstiger als man selbst bekommen kann, bezieht.

Foto: Paul Maguire – Fotolia

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